New Episode: Leonard Cohen (Side B)

Shownotes

Die Huldigung des Meisters geht weiter.

Side B des Mixtapes:

Don´t Go Home With Your Hard-On
Hallelujah
Anthem
First We Take Manhattan
The Future
Land of Plenty
You Got Me Singing
A Street
You Want It Darker
Thanks For The Dance

Sincerely, L. Mixtapes

Transkript anzeigen

00:00:04:

00:01:18: Album mit Phil Spector war ja das Album davor, glaube ich.

00:01:22: Da ging es ja schon ein bisschen bergab und ist das vielleicht auch eine Grund, warum dann die Rezeption einige Jahre später noch nicht dort war, was sie hätte sein können?

00:01:29: Ganz sicher sogar!

00:01:30: Also dieses Album von Phil Specter Death of a Ladies Man war natürlich ein unfassbares Album.

00:01:37: wenn man sich das heute... man glaubt es nicht.

00:01:39: also wenn man den Sound von Cohen einigermaßen als Gelegenheitshörer im Ohr hat Und dann diese Platte auflegt, denkt man ist ein falschen Film.

00:01:47: Das is Wall of Sound at its best.

00:01:49: Phil Spector eben.

00:01:51: Man kriegt Phil Specter wenn man Phil Spectors bestellt hat zu Co natürlich null gepasst alle Musikwaffen.

00:01:58: Die Texte waren auch nicht seine besten und man wird als Schlagen von diesem Bombast und von diesen acht Keyboardern die da mitgespielt haben und zwölf Schlagzeugern und keine Ahnung was vierzig Mann im Studio gleichzeitig Und das war natürlich ein absoluter Tiefpunkt auch rein kommerziell für Kohn.

00:02:15: Sich davon zu erholen, war es schwer und da unter, da ist der Absolut recht, wird dann natürlich die Wahrnehmung der folgenden Platte.

00:02:23: Pausen wurde dann viel länger also bis die nächste dann kam, wir gingen dann fünf Jahre, da waren wir aber schon Mitte der achtziger Jahre als es weiter ging.

00:02:31: Ich finde das so schade weil ich finde gerade auf dieser Platte mit Phil Spector die Lieder an sich sind Gut, sind schön.

00:02:38: Es ist einfach dieses, wie du sagst, dieses nicht erschlagende Wall of Sound-Gefühl was dich da irgendwie mitnimmt und nicht reinlässt.

00:02:45: aber war das Coin in dem Moment bis hier egal?

00:02:48: weil ich glaube er hängt ja oder es war als nichts ein Meisterwerk die Platte und es war immer auch ein bisschen wurscht habe ich immer das Gefühl

00:02:56: Ja, ich glaube wir wurden auch bisschen reingequatschen.

00:02:58: dieses ganze Unternehmen Sein Manager war auch der Manager von Phil Spector.

00:03:03: Despector hat der Plattenfirma ein Album versprochen und nie abgeliefert.

00:03:07: Und stand da richtig in der Kreide, die hat Druck gemacht.

00:03:09: er muss jetzt irgendwas abliefern mit einem großen Namen sonst wird's ungemütlich.

00:03:14: Dann hat der Manager eben den kleinen Dienstag bemüht und seinen Klienten Konda mit ins Boot geholt.

00:03:21: so kam die Platte Chaos hoch zehn bei den Aufnahmen Schusswaffen lagen rum Patronenhülsen auf dem wo natürlich Drogen, Alkohol, nächtliche Aufnahmen.

00:03:35: Irgendwann war das auch nicht mehr zu retten.

00:03:37: Der Physpekte hat es gemacht wie mit Lennen ja auch dann er die Bänder genommen und hat sich nicht mehr blicken lassen und hat ihn nicht mehr rausgerückt.

00:03:43: Und bei Leaded Bee hat das schon so gemacht, man hätte es wissen können dass es so läuft.

00:03:50: Und irgendwann erschien dann die Platte und Kronen muss es dann auch ein Stück weit egal sein.

00:03:54: Er konnte es nicht mehr verhindern Aber es macht natürlich trotzdem großartigen Spaß, sie zu hören.

00:04:02: Weil die so abseits der Kohnvorstellungen ist, die man für gewöhnlich hat... ...dass man einfach auch lachen muss wenn man dieses Stück gehört.

00:04:13: Sie haben so ein sechziger Jahresschmelz und mit viel Shubidoo und wie viel Chor und Refrain.

00:04:18: Gott sei Dank ist das die einzige dieser Art geblieben.

00:04:20: aber gerade weil's die einzige ist hört man sich auch ab und zu ganz gerne.

00:04:24: Suche aus vielleicht das für uns das abseitigste oder lächerlichste?

00:04:28: Ja, das ist natürlich Donka Home with your hard on.

00:04:30: Also der Titel geht das schon mal gleich gar nicht irgendwie.

00:04:34: und gesungene Herrenwitz.

00:04:36: und Bob Dylan war noch da im Studio in Erling-Ginzburg auch noch die Lagen wohl dann irgendwann auf dem Studioboden und mussten da mikrofoniert werden weil sie nicht mehr aufstehen konnten und haben dann doch im Referno so ein bisschen mitgetan.

00:04:47: eine gesungener Zote über viele Minuten und... Da tut man sich schwer dass heute noch irgendwie sich schön zu reden.

00:04:54: was wird einem nicht gelingen?

00:04:56: Wie machst du hast du?

00:04:57: Ja, gerade das.

00:05:38: Und dann in den vierundachtzig die großartige Platte Various Positions auch eine tolle Albennahme.

00:06:14: Ich glaube er hat da wieder den gleichen Produzenten bemüht wie schon davor, wie schon vor.

00:06:19: Finspector John Lissauer und ich glaub der war relativ überrascht weil Cohen meinste in vierundachzig seinen Sound extrem verändert.

00:06:32: Irgendwie auch nicht, weil es immer noch reduziert ist.

00:06:34: aber er spielt dem John Lissauer seine neuen Lieder auf einem kleinen Zündgesässer vor.

00:06:38: Ja, auf dem Casio.

00:06:40: Die einste Version fast die es gibt.

00:06:42: Nicht so klein wie bei Dada da von Trio Aber nicht sehr viel größer.

00:06:47: Er hat in irgendeinem kleinen Shop entdeckt in New York und war ganz vernahrt in dieses Spielzeug Weil er eben diese Rhythmen irgendwie programmieren konnte Und der musste nicht mehr auf der Gitarre komponieren war so begeistert von diesem Sound, dass es sich dann am Ende dagegen entschieden hat bei manchen Stücken das mit echten Schlagzeug zu ersetzen.

00:07:10: dieses Spuren sondern die haben das wirklich da abgenommen von diesen Casio was wohl technisch unfassbar aufwendig war.

00:07:18: Aber das war sein Sound und ist richtig gelegen.

00:07:22: also wobei die Platte natürlich auch noch wenn man das Wort unterm Radar benutzen will, noch mehr unterm radar lief als Reasons Songs.

00:07:29: Die wurde nicht mal in Amerika veröffentlicht.

00:07:31: Als sich die Plattenfirma geweigert kann er leider kommerzielles Potenzial drin gesehen und bei dem Indie-Label ist sie dann erschienen.

00:07:40: Das ist dann in die Presse gesprungen.

00:07:41: Nur Europa hat sich die CBS nedigerweise bereit erklärt, das Ding rauszubringen.

00:07:47: Also die Platte, die Hallelujah enthält, wurde als zu unkommerziell erachtet, um überhaupt regulär veröffentlicht zu werden bei der großen Plattenfirma in Amerika.

00:07:56: Das ist echt ein Treppenwitz!

00:07:59: Ich glaube eher an sein Innersterkreis... Also klar, da war dieses Lied und die Platte waren unter dem Radar und uns hat euch keiner bemerkt und dann ist es halt explodiert.

00:08:07: durch die Color-Versionen von Jean-Claire, John Cale, Rufus Wainwright läuft es auf den verschiedensten Anlass und jeder kennt das.

00:08:20: Damals hat es keiner bemerkt, aber ich glaube Cohen selber wusste damals schon, dass das ein besonders gutes Stück ist oder?

00:08:28: Ich glaube auch er hat später in einem Interview gesagt, ich habe gehofft, dass dieses Lied unter den anderen Halleluja's ihr es schon gibt bestehen kann und ich glaube es ist mir gelungen was ja auch stimmt.

00:08:39: Aber Es ist irre wenn man sich die Bootlegs von der Various Positions Tour anhört keinerlei Reaktion im Publikum.

00:08:48: Er sagt bei einem Konzert, wenn er das Stück kennt spiel ist und wenn es nicht kennt, spiele ich's auch.

00:08:54: Und man hört nichts.

00:08:56: vollkommenes Schweigen in dem Publikumslied hat da wirklich keiner wahrgenommen zu dieser Zeit und noch Jahre danach ja nicht.

00:09:02: Das war so ein Schläfer gewesen dieses Lieds und irgendwann wurde es dann aufgeweckt.

00:09:08: Wann war das ungefähr?

00:09:09: Wann wird das in Hit durch John Cagle noch nicht oder?

00:09:15: Dafür verantwortlich, dass seine Version die Regisseure von dem Animationsfilm Shrek aufmerksam gemacht hat.

00:09:26: Und diese Version ist ja auch im Film dann zu hören.

00:09:28: Rufus Wainwrights Version ist aufm Soundtrack und da gab es natürlich noch Jeff Buckley der sich an einem John Cale-Take orientiert hat.

00:09:37: Dann wurde das so ein Selbstläufer.

00:09:39: mit Shrek war das Ding in der Populärkultur angekommen und danach waren die Coverversionen überall bei Talentschoß im Fernsehen, und Wartenfeiern, Schlagersängern etc.

00:09:51: Aber noch in den Achtzigerjahren hat das kein Mensch gesungen.

00:09:54: John Cale war neunundachtzig erst der Vorheitsnurb-Optillen gesungen, zweimal im Konzert in Kanada und auch da war die Reaktion sehr verhalten noch aber er hatte es potenziell erkannt.

00:10:08: Es gibt da gleich immer diese Unterscheidung zwischen den Sakralstrophen sozusagen und dem profanen Strophen, also sprich eher das göttliche religiöse und anderes als sexuelle.

00:10:19: Ich glaube die Version von Coen auf der Platte ist eher die Brave oder?

00:10:23: Ja!

00:10:24: Und hat auch nur drei Strophens.

00:10:26: Und dann die Live-Version bei der Tour, die hat dann vier neue Strophes dazu, d.h.

00:10:34: insgesamt waren es dann sieben.

00:10:36: Und aus den sieben konnte sich dann je nach Anlass bedient werden.

00:10:39: John Cale hat dann auf die sagralen Weitgen verzichtet, hat sich mehr auf die irdischen Aspekte konzentriert und alle Interpretinnen danach, dann je Nach Gusto haben sich rausgenommen was für Sie dann am passendsten naschinen.

00:10:55: Das ist echt beschiffbar.

00:10:55: Klee wahrscheinlich auch eher die Profahnen.

00:10:58: Ja genau, John Cail ja.

00:11:01: Und das würde ja dann noch einmal, glaube ich wahrscheinlich, achtzig Strophen geben und die haben es nie aus dem Notizbuch heraus.

00:11:08: Das

00:11:09: stimmt.

00:11:09: Es

00:11:10: gibt auch jetzt diese Wedding-Versions von diesem Blit, wo wir mit ganz anderen Strophens dabei sind.

00:11:14: Also ein Lied, das sich immer noch verändert die er dann auch mit schreibt.

00:11:20: Ich hatte mal die Unterhaltung, der glaubte mein Gegenüber Halleluja sei doch ein Lied von Helene Fischer das könne ja gar nicht sein dass das von jemand anderem sei.

00:11:28: also das hat wirklich Kreise gezogen die man auch nicht mehr einfangen kann.

00:11:33: Das Lied gehört der Welt und ob uns das gefällt oder nicht das spielt keine Rolle mehr.

00:11:39: bekannt ist das Lied vom ihm geworden und mehrere hundert Cover Versionen die dokumentiert sind und noch ganz viele mehr

00:12:13: Mag der Theorie, ich glaube das könnte mit dem Lied Anthem auch noch passieren.

00:15:47: Das ist dann zwar ein bisschen später gekommen also sechs oder mehr später... ...das ist dann auf dem Album THE FUTURE und das ist glaube ich auch eines seiner bekanntesten Lieder.

00:15:56: aber ich glaube es hätte das Zeug dazu dass Vielleicht irgendwie, weil es dann wieder entdeckt wird oder noch wieder popularisiert wird.

00:16:04: Da ist ja dieser legendäre Satz drinnen.

00:16:07: There is a crack in everything.

00:16:08: that's how the light gets in.

00:16:10: und das ist ja... So ein.

00:16:12: jeder hat seinen Knacks!

00:16:14: Und das ist zwar traurig aber auch gut und da kommt das Licht rein.

00:16:17: Ich glaube so auch dass das möglicherweise eine Sonderstellung schon innehat oder dass vielleicht auch noch eine noch größere Laufbahn haben könnte.

00:16:27: dieses Lied

00:16:28: Ich würde dagegen wetten, also ich glaube es macht deshalb nicht so eine Karriere wie Halleluja weil der Refrain fehlt.

00:16:35: Also dieses Wort Halleluya ist so ein Signalwort dem jeder was anfangen kann wer diese Refra nicht oder ein anderes Wort im Refrain oder textlich elaboriertere Refra dann würden wir so über Halleluha eigentlich reden wie wir das gerade getan haben.

00:16:51: jetzt bin ich von überzeugt.

00:16:53: Enthirm ist vom Text her reframäßig deutlich komplizierter, weniger eingängig und eben nicht beliebig aufladbar wie ein Wort wie Hallelujah was jeder kennt.

00:17:05: Und jeder verbindet etwas anderes damit.

00:17:08: Ich glaube auch dass ganz viele Leute die Hallelujah singen keine Ahnung an worum es in dem Lied eigentlich geht.

00:17:12: aber das spielt auch keine Rolle weil sie sich einen Refrain klammern können.

00:17:17: von daher würde ich dagegen wetten.

00:17:18: dass Anthem eine ähnliche Karriere macht ist vielleicht sogar das bessere Lied Stufen durchlaufen.

00:17:27: Die die Original-Version vom Text stammt von nünftundfünfundachtzig aus einem ziemlich obskuren Bühnenprogramm namens Night Music für das Kornes Vibretto geschrieben hat, es war eine Art Musical.

00:17:41: Es gab dann auch ne Verfilmung und den natürlich noch ne andere Musik.

00:17:44: aber da ging's so drum dass Himmel über Berlin mäßig das ein Engel irdisch werden will The Bells heißt dieses Lied ja noch.

00:17:52: Da kommen schon diese berühmten Zeilen vor die du gerade zitiert hast mit dem Crack in everything.

00:17:57: Daran sieht man auch, wie er immer weitergearbeitet hat an einzelnen Textstücken und viele Jahre später, sieben Jahre später erst ein Stück auf einer Platte veröffentlicht hat, das war im Jahr

00:18:09: twohneunzig.

00:18:09: Du sagst da so lange geschrieben?

00:18:10: Da gibt es auch diese legendäre dieses Gesprächen mit zwischen ihm und Dylan wo Dylan die Frage, wie lang einen Enten geschrieben hat und der sagt fünf Jahre.

00:18:22: Und dann fragt er, wie lange der Dillen in seinem Letztelit geschöpelt hat und sagt, es sind ca.

00:18:25: für nur zwanzig Minuten.

00:18:27: Unter drittem haben beide Balkon am Anfang glaube ich sieben Jahre geschrieben und Dillern hat wahrscheinlich nicht mehr von zwanzzigundvierzig Minuten geschrieben.

00:18:33: Es ging um Halleluja tatsächlich?

00:18:35: Also es ging um

00:18:36: Hallelujah!

00:18:37: Und Dylan hat ihn dann zurückgefragt bezüglich I&I von der Dylan-Platte Infidels.

00:18:44: Und Dylan natürlich, fünfzehn Minuten und der Witz war ja dann das Kohnen, das dann ausgeschmückt hat.

00:18:49: Er sagt, er hat bestimmt gelogen.

00:18:51: Das stimmt bei uns nur zehn Minuten.

00:18:52: Ist natürlich was Wahres dran?

00:18:54: Also es ist übertrieben auf beiden Seiten aber es zeigt den Unterschied in der Rangensweise bei den Beiden.

00:19:01: Ich glaube die beiden haben sich immer sehr geschätzt gegenseitig.

00:19:05: Ich glaub sie haben sich irgendwie nicht als Rivalen empfunden.

00:19:08: Da

00:19:08: zukommt ein komplett anderer.

00:19:11: Er kennt ja dieses brunte Zitat bestimmt dass... von der Autofahrt als Dylan und Cone durch die Straßen gefahren sind.

00:19:18: Und Dylan zu Cone laut Auskunft Cone gesagt habe, du weißt ja, du bist meine Nummer eins bei den Songwritern aber ich bin Nummer null!

00:19:29: Ich glaube ohne Dylan hätte es keinen Cone gegeben.

00:19:31: Er hat eigentlich schon den Weg geebnet für diese Art Texte und für diese art Karriere in den Sechzigerjahren.

00:19:38: Von daher ist dann schon was wahres dran aber auch nicht ganz ernst

00:19:43: zu nehmen.

00:21:03: Wir springen zurück.

00:21:18: Du hattest, das ist jetzt die Platte davor.

00:21:20: I'm your man!

00:21:21: Das ist... Ich mag das Cover so gerne.

00:21:24: Er ist ein cooler Typ und dann isst er eine Banane

00:21:28: im Anzug her.

00:21:28: Es sind covers wo Menschen Bananen essen immer gut.

00:21:31: So von James gibt's auch eins.

00:21:34: Du hast da ausgesucht, dass Lied First We Taken Man Hätten eine Allmachtsfantasie.

00:21:39: Ja, beängstigendes Lied natürlich, ne?

00:21:42: Es ist so wie ein Art theoretisches Manifest an jemandem der sich zurückgestuft fühlt und unterdrückt und dann bis schließt zurückzuschlagen und sich dann auch noch ausschwingt zum Sprecher von einer nicht näherbezeichneten Gruppe.

00:21:57: Auch sehr schwer deutbar das Stück.

00:21:59: ich habe es auch deshalb ausgesuchte weil es schon bekannt war als es rauskam In der Version von Jennifer Warns.

00:22:08: Das war eine derselten Entfälle, dass eine Cone Cover-Version vor dem Original veröffentlicht wurde.

00:22:13: Jennifer Wernz hat die Karriere von Cone irgendwie wach geküsst.

00:22:18: Siebenundachtzig mit dem Album das du gerade in die Kamera hälst.

00:22:20: Famous Blue Ring Code heißt es.

00:22:22: Wunderbares Album.

00:22:23: Cone war da auch beteiligt dran als Duettpartner und diese Platte hat sich besser verkauft als die Cone Alben davor und hat ein amerikanisches Publikum vor allem wieder auf Cone aufmerksam gemacht.

00:22:39: Die First We Take Man hätten also von Jennifer Warns, auf diesem Album ist deutlich kürzer.

00:22:44: ich glaube er hatte noch nicht alles strophenfertig zu dem Zeitpunkt.

00:22:47: Es ist auch weiter aus Rock orientiert mit Stevie Ray-Wan an der Gitarre Und dann kommt Cones Version.

00:22:53: da beginnt dann das Album I'm Your Man mit First we take man hätten und es ist wie in Schock.

00:22:57: Das ist eigentlich ein Disco Track Euro Disco Sound Diese Stimme die nochmal tiefer geworden ist wie so ein unheils schwangerer Poet, der was ganz ganz Schlimmes zu verkünden hat.

00:23:10: Da läuft einem eine Gänzehaut über den Rücken und ich habe das Lied auch deshalb ausgesucht weil es eben noch von anderen Leuten gecovert wurde und dass hier ja auch ein großes Thema ist.

00:23:18: Das zeigt die Qualität dieser Lieder die sich dann vom Urheber loslöst.

00:23:52: Wie viele Nachts, ich bereite für das zu lassen meine Arbeit beginnen.

00:24:57: Wir nehmen Manhattan und wir nehmen Berlin wie dein Faschen-Businessmister Und ich mag diesen Drugs nicht, dass du dich fällst.

00:25:45: Was ist echt deine Lieblingskohlen, K.A.-Version?

00:25:48: Leute trage ich mir, es gibt Tausende und du wirst mehr haben, aber

00:25:52: spontan würde ich sagen, Thousand Kisses Deep von Jackson Brown.

00:25:57: Eine sehr unbekannte Kornnummer vom Album Ten New Songs und Jackson Brown macht die zu seiner eigenen sehr respektvoll... Nimmt auch alle Strophen, viele die Cowan-Lieder gecovert haben, haben ja ein bisschen was weggelassen oder gekürzt.

00:26:12: Er macht es nicht und ist nur auf einem Sampler erschienen bei einem Benefitskonzert das in Spanien mal stattgefunden hat.

00:26:21: aber die mag ich sehr gerne.

00:27:40: Du hattest jetzt First Protect Manhattan, ich finde und du sagst das ist irgendwie gruselig.

00:27:45: Und ein bisschen Forschädling was noch alles passiert in der Welt oder passieren könnte.

00:27:51: Ich habe hier anschließend der Future.

00:27:53: Er sieht halt in die Zukunft und er sieht eigentlich nur Flotter, also die Welt ist ein Schlachthaus und dann gibt mir die Berliner Mauer zurück und so weiter und sofort... Also die These sozusagen ist glaube ich das Lied ist erschienen, neun zu zweieinzeig also kurz nach dem Mauerfall und alle dachten Das ist das Ende der Geschichte Die westlichen Demokratien werden sich durchsetzen Und der war damals ein bisschen der Spielverdärmer und hat gesagt naja Schauen wir mal wie das sein wird und es ist vielleicht nicht unbedingt gut, dass dieses Gleichgewicht des Schreckens weggefallen ist.

00:28:26: oder anders gesagt.

00:28:27: Dieses Lied ist von einer generellen Skepsis gegenüber dem Mensch oder gegenüber allen Gesellschaften geprägt habe ich das Gefühl und für ihn selber war der Herr politische Positionierung auch immer egal was seine These oder sein Leben war gerade so, dass man sagt naja es muss jeder mit sich selbst im reinen kommen fast in einen spirituellen Sinn.

00:28:49: aber diese Diese Party-Stimmung Anfang der Neunziger hat er da ganz offensichtlich nicht geteilt.

00:28:57: Irgendwie war das dann auch sehr riskant.

00:29:00: Er nimmt da wirklich so eine Rolle des Propheten ein, die schlechte Wahrheit verkündet.

00:29:04: Er hat das geschrieben und in Los Angeles gewohnt.

00:29:08: Zu dieser Zeit waren die Los Angeles Riots nachdem die Polizei schwarzen Menschen erschossen hatte.

00:29:15: Gabs Ausschreitungen.

00:29:16: LA hat gebrannt und er hat es von seinem Fenster aus... gehört und gesehen diesen Aufruhr.

00:29:23: Auch das flosst damit rein in das Lied, dass einfach diese Aussage hat.

00:29:27: ihr glaubt wirklich, dass alles besser wird jetzt?

00:29:30: Und die Geschichte eine Ende kam und der Westen gesiegt hat und die Demokratie überall sich ausbreiten wird.

00:29:36: ich glaube nicht!

00:29:37: Ich glaube so wird es nicht.

00:29:38: Es ist natürlich übers Spitz zu sagen dann gibt mir den Stalinismus zurück und die Berliner Mauer.

00:29:43: aber er wollte da mit sagen gucken wir mal was kommt.

00:29:47: ich glaube Nicht dass es viel besser wird.

00:29:49: leider hatte recht gehabt.

00:29:51: Er mochte, glaube ich so Parolen nicht.

00:29:53: Also er wollte mich Dinge die gesagt sind und unwidersprochen sind und die jetzt endgültig sein sollen.

00:30:02: Das hat ihn glaube ich nicht interessiert.

00:30:04: Er hat mal gesagt das erste wenn er eine Strophe fertig hatte war es endlich als Parolenartige sofort wieder rauszusreichen oder was instrumentalisierbar wäre oder einfach nur platt eine Meinung vertritt Metaphorische Qualität vermissen lässt.

00:30:22: The Future ist sehr eindeutig für seine Verhältnisse, spielt dann auch mit diesen konkreten Namen und den konkreten Ereignissen aber offensichtlich anders an der Zeit mal dringlich zu werden.

00:32:32: Die Zeit war danach.

00:32:33: die Phase beginnt mit dem buddhistischen Kloster also den Rest der neunziger Jahre.

00:32:38: Genau nach

00:32:38: der

00:32:39: Kurm macht er Urmach unter viel Zuhilfenahme von Wein ein sehr teure Bein und danach nach den Konzerten war es mal wieder vorbei.

00:32:50: Wir waren dann wieder wie zwanzig Jahre zuvor an dem Punkt, in dem wir vorhin schon waren.

00:32:55: Er hat das Musikgeschäft eigentlich verlassen.

00:32:57: Und man dachte eine Zeit lang ist es für immer keine Mensch hat noch was von Kohn gehört.

00:33:01: Ich erinnere mich, in den neunziger Jahren gab's mal einen Doku auf Arte über das Klosterleben von Kornen.

00:33:08: Man sah da diesen geschorenen Mann in der Mönchskutte in Sandalen, durch den Garten gehen und mit seiner Klausel da die Interviewerin begrüßen.

00:33:18: Man dachte okay also dieser Mann wird keine Bühne mehr betreten in seinem Leben der bleibt da jetzt und fand das natürlich schade aber er macht ja nicht unglücklichen Eindrucken.

00:33:27: dann hat man sie natürlich wieder gegönnt.

00:33:29: Er war weg!

00:33:31: Aber weißt du hat er doch geschrieben in der Zeit oder?

00:33:34: Das hat er gemacht.

00:33:36: Er hat auch sich die Ferse memoriert bei den Sitzmeditationen die teilweise Stunden gehen.

00:33:44: Er hat sich die Ferse eingeprägt.

00:33:45: Er hatte auch ein Laptop, er hatte einen Keyboard da.

00:33:48: Es war jetzt nicht ganz mönchisch.

00:33:50: Er war der persönliche Freund-Assistent wie immer von dem Leiter, von diesem Rorschie und diesen Resenmeister.

00:34:00: Und er konnte ja auch weg.

00:34:01: Er hätte auch noch seine Wohnung in Los Angeles.

00:34:04: Aber er hat sich bewusst für dieses Leben entschieden für die Abwesenheit und eben für diese Disziplin wieder.

00:34:10: Also er war kein Leonard Krohn mehr Keine Antwort mehr geben müssen.

00:34:15: Er hat irgendwann auch das Fragen vergessen und er war bei sich, er war im Moment – ich glaube darum geht es ja beim Senbudismus in den Moment zu sein.

00:34:24: Und das war er.

00:34:25: aber zum Glück ging es dann doch noch weiter.

00:34:29: halt die Geschichte noch eine Fortsetzung danach fahren.

00:34:31: Ich habe es nicht ganz verstanden nämlich einerseits klar er geht ins Kloster wahrscheinlich erhofft dass sich da, dass es ihm dort besser geht, dass dann wirklich eingetreten ist oder nicht weiß man nicht.

00:34:41: Er hat da immer so ein bisschen ein Fallback-Szenario, wie du sagst.

00:34:44: Also er hatte ja noch die Wohnung, das heißt der hat jetzt nicht mit angebrochen... Aber in dem wir erst beschreibt ich habe das Gefühl zu diesem Zenmeister Roshi Das war eine große Liebe im Sinne einer Männervorenschaft also ohne dass man es eigentlich versteht warum aber für den hätte er glaube ich fast alles getan.

00:35:06: Ich glaube, das war sogar der Hauptgrund für dieses ins Klostergehen.

00:35:08: Ich meine, er war als Erste mal Anfang der Siebzigerjahre bei Roschie.

00:35:11: Das war jetzt nicht Liebe auf den ersten Blick um den Begriff Liebe noch einmal aufzugreifen sondern es war eine tiefe Freundschaft und ich glaube, er wollte einfach mehr Zeit mit diesem Mann verbringen und mit dem was er zu sagen hatte und sich das auch wirken lassen.

00:35:25: Er hat ja auch, als er das Kloster dann verlassen hat, noch Kontakt zur Roschee gehalten.

00:35:29: Der Mann wurde ja uralt, ich glaube hundertsechs oder hundert Sieben, bis er gestorben ist und hat ihn immer noch rumkutschiert.

00:35:35: Und Gespräche mit ihm geführt und getrunken.

00:35:40: Ich glaube das war die größere Motivation als alles spirituelle drumherum.

00:35:46: Das war einfach.

00:35:47: dieser Mann fasziniert mich.

00:35:48: über den möchte ich mehr wissen und mehr hören wie er dieses Beispiel gebracht hätte.

00:35:53: Wäre es ein Physikprofessors Heidelberg gewesen wäre nach Deutschland gegangen und hätte Physik studiert bei dem

00:35:59: bis Kroneiglich tatsächlich dann konvertiert zum Buddhismus oder?

00:36:03: Er wurde zu Mönch ordiniert, hat aber als einen Ellen Ginsberg z.B.

00:36:08: ihn mal darauf angesprochen hat ja aber du bist doch eigentlich Jude.

00:36:11: wie passt denn das zusammen mit dem Buddhismus?

00:36:13: und sagt er ich habe eine Religion.

00:36:15: mit der bin ich immer zufrieden.

00:36:16: das hat damit nichts zu tun.

00:36:18: also dieses zu Möhnch ordinieren werden war einfach wie so ne logische Beförderung wenn man so viele Jahre in einem Kloster verbracht hat.

00:36:29: Ich glaube, Bodiscus verdrängt nichts anderes.

00:36:31: Kein Ausschnittlichkeitspostulat genau.

00:36:38: Ten new songs!

00:36:40: Ja da hast du zwei drei Linger ausgesucht weil wir das auch ein bisschen unterrepräsentiert hatten.

00:36:46: aber passiert halt leicht dass man diese Phase unterre präsentieren weil alles wunderschön ist.

00:36:53: aber es sind nicht mehr so diese spektakulären Brüche in der Biografie eigentlich oder?

00:36:59: Mattes Gefühle, mir geht es wieder gut.

00:37:01: Wahrscheinlich so gut wie ein Ginzheim Leben und der schreibt sehr schöne Lieder aber...

00:37:05: Ich glaube das ist bei jedem Ekt ja mittlerweile so.

00:37:08: ich habe eure Sendung mit Birgit Fuß über YouTube gehört Und ich glaube es ist bei fast allen Künstlern so dass je weiter die Karriere voranschreite, dass es so verschwimmt.

00:37:18: die Platten Also die ersten kennt man noch.

00:37:21: da kennt man jedes Lied und weiß was das für einen Meilenstein war.

00:37:24: und bei den letzten muss man dann fragen Was war denn da eigentlich nochmal drauf?

00:37:29: Mein Ort enthalten Gesamtwerk dann ein und nimmt das einzelne Element davon nicht mehr für so wichtig wie am Anfang, als sich das Werk entwickelt.

00:37:37: Ich glaube jetzt so ist es bei Kohn auch dieses Ten News Songs.

00:37:39: Das ist ein extrem unspektakuläres Album aber ein sehr schönes Album, wie ich finde.

00:37:44: Und es erschienen wir aus dem Nichts, im Jahr two-thausend-eins.

00:37:47: Kein Mensch hat damit gerechnet, dass Kohn nochmal Musik veröffentlicht.

00:37:50: Und ich kann mich daran erinnern, dass die auch nicht sehr freundliche Kritiken bekommen hat.

00:37:55: Die Platte jederzeit.

00:37:56: Sie gefreut Kohn war wieder da.

00:37:57: Aber wie klingt der denn?

00:37:59: Plastikklänge, die er da aus dem Computer geholt hat und ein bisschen Gesang drauf.

00:38:04: Und sehr unspektakulär aber er wollte es genauso.

00:38:08: Das Album hat er nicht gemacht weil er finanzielle Sorgen hatte.

00:38:11: das war noch davor.

00:38:13: Das war einfach ein Bedürfnis wieder Back on Boogie Suite was seine Formulierung zu sein wieder in seinem alten Leben anzuknüpfen und das heißt eben Musik zu machen und Bücher zu veröffentlichen.

00:38:25: und er war wieder da Und eigentlich auch nicht, er ging nicht auf Tournee.

00:38:30: Er hat ein paar Interviews gegeben und das war es dann auch wieder.

00:38:35: Ob dann jemals noch mal eine Tour gekommen wäre ohne die vorhin erwähnten finanziellen Probleme, steht ja eh in den Sternen.

00:38:43: Du

00:38:43: hast durch eins Estreet und du Oliver, du bist Land of Plenty and you got me singing?

00:38:50: Also Land o Plenty ist immer wieder bei dem was du vorhin gesagt hast dieses prophetische In manchen Stücken, wenn man Land of Plenty jetzt hört.

00:38:58: Das kann man eins zu eins auf die Trump-Vereinigten Staaten von heute übertragen.

00:39:06: Es ist in so eine Art Gebet, ob die Weisheit wohl doch noch mal zurückkehrt in dieses Land des Überflusses.

00:40:31: Ich habe mich entschieden für das Lied A Street.

00:40:42: Hab das damals oft gehört und ich glaube es ist auch kurz entstanden, also geschrieben worden nach Nine Eleven.

00:40:50: als Gedicht natürlich und dann später zu einem Lied vertont worden.

00:40:54: Und ich mag das Lied, weil es so zweigeteilt ist.

00:40:57: Beginn geht's um das Scheitern eines Paares und der andere aus der Warte des Ich-Sängers verlässt ihn und zieht in den Krieg und sieht sich eine Uniform an und marschiert davon.

00:41:11: Da haben wir wieder diesen militärischen Aspekt, diesen Krieg, der da eine Rolle spielt Und der Ichskoer ist reuk und bedauert das alles.

00:41:22: Uns sinkt von alten Tagen, wir haben gemeinsam Wein getrunken Wir hatten Spaß und dann kommt für mich dieses... Das habe ich unglaublich gern gehört.

00:41:30: Dieses in der Mitte dieser Einschnitt.

00:41:32: Da kommt nur ganz kurz dieses Okay!

00:41:36: Das war's jetzt.

00:41:37: Jetzt Hände zusammen

00:41:39: klatschen

00:41:40: Ausbeutelungen durchschnaufen und jetzt geht es weiter.

00:41:46: I'm standing on this corner where they used to be a street.

00:41:50: Und das Wiederholter, weiß ich nicht, fünfzehn-zwanzig Mal immer wieder und ich habe das damals immer schon so ein bisschen gelesen als die Party, als Medaille für sein Leben, dass irgendwas vorbei ist und dass er jetzt sozusagen aus seinen Füßen steht und sich mit diesen Wiedrigkeiten des Alters vielleicht irgendwie beschäftigen muss, dass eben da jetzt keine Straße mehr ist sondern nur diese Ecke kamen zu deuten, muss man!

00:42:15: Man kann das auch natürlich jetzt als die Fortsetzungsgeschichte dieser Beziehung sehen, wie auch immer.

00:42:21: Aber dass dieses okay, dieses kurze Mal durchschnappen und weitermachen... So habe ich es damals empfunden!

00:42:29: Plus die Idee halt auch, dass man in der Ecke steht, also ich kann mir das so gut vorstellen.

00:42:34: Ich finde er sinkt auch immer sehr bildlich In der Betonung Wie lauter wird, leiser wird Dass man sich diese Ecke so gut vorstellen kann, wie da in der ecke steht und das steht immer.

00:42:45: Und es gibt aber keine ächige Strasse, also es geht dann trotzdem irgendwo weiter.

00:42:50: Also irgendwie auch die Zuversicht am Schluss.

00:42:53: Das war ein von mir vielleicht sogar das häufigste Lied von Leonard Cohen aus der Endphase.

00:43:01: Und kombiniert eben noch mit diesem Nine Eleven Thema?

00:43:04: In der Gedichtfassung ist es ja noch viel expliziter wo er sagt Es wird jetzt für lange Zeit September bleiben.

00:43:13: Diese Zeile hat herausgestrichen im Lied.

00:43:15: Ich finde zum Vorteil des Liedes, weil das eben so universaler macht aber kriegt da noch eine existenzielle tiefen Bedeutung die über dieses paarmäßige Trennungsmäßige dann noch hinweggeht und einfach einen Aufruf zum Weitermachen ist.

00:43:34: Und dasselbe wie bei Jogatni Singing kann man die Lieder auch vergleichen.

00:43:39: Du hast mich zum Singen gebracht, obwohl die Welt eigentlich nicht mehr existiert.

00:43:43: Aber du hast mich auch darüber zum Nachdenken gebracht, dass ich gerne weitermachen möchte.

00:43:47: Das ist derselbe das Lebengedanke.

00:43:49: Weitermachen ist wichtig!

00:45:05: Das ist

00:45:37: dieses schreckliche Pop-Jahr, das in dem Bowie gestorben ist und Prinz und Leonard Cohen in einem Jahr.

00:45:45: Die sind jetzt alle zehn Jahre tot und Cohen war der letzte in dem Jahr.

00:45:50: Jetzt hat es.

00:45:50: Schmeichel war da glaube ich auch noch, wobei er nicht vielleicht gar nicht in die Liga gehört aber trotzdem.

00:45:55: Und Cohen war im Anfang November, dass er gestorban ist ja.

00:45:58: Weil du Bow erwähnt hast also... Ich finde es absurd ist, dass Zweitjahr Allergrößten Songwriter aller Zeiten im gleichen Jahr sterben und gleichzeitig in ihrem Werk oder in ihren letzten Liedern schon die eigene Sterben verhandeln.

00:46:13: Oder eigentlich daraus Kunst schaffen aus dem eigenen Tod, ne?

00:46:17: Weil Boi hat es glaube ich, wir sind Sterben gesungen auf diesem Album Star oder Blackstar.

00:46:25: Ja, und bei Kornes ist das Johan de Dark.

00:46:27: also das sind ganz explizite Lieder über Sterben.

00:46:31: Wir haben uns wirklich hinbekommen sich mit einem Knall zu verabschieden.

00:46:35: Also perfekt, da geht's eigentlich nicht, Jan!

00:46:38: Wobei Boi hat er gewusst oder hat es Koin auch gewusst?

00:46:41: Ja also gibt diese Interviews bzw nur ein Interview mit dem New Yorker und den David Remnick vom New Yorkern in der Sache.

00:46:51: ich bin bereit zu sterben.

00:46:52: Er hatte Leukämie und hatte zahlreiche Knochenbrüche, konnte ja auch noch in so nem medizinischen Stuhl sitzen und hat die Tage sitzen verbracht.

00:47:02: Studio war dann sein Wohnzimmer.

00:47:04: Sein Sohn und Patrick Leonard, die haben das da eingerichtet wo er seine Stücke aufgenommen hat.

00:47:08: Er wusste, er wird wahrscheinlich nicht nochmal eine Platte machen können.

00:47:12: Er hatte ja noch Gedichte eingelesen aus denen dann seinen Sohn noch ein Postumensalbum gemacht hat Thanks for the Dance.

00:47:20: aber mit dieser Platte aufzuhören... Das war schon geplant denke ich und es ist natürlich einerseits bisschen beklemmend weil man die Platte auch losgelöst vom Tod Koens hören kann natürlich, weil die nur siebzehn Tage vorher erschienen ist.

00:47:38: Andererseits natürlich für einen künstlerischen Abschluss, wie man sich nicht besser vorstellen kann.

00:47:44: Also er singt ja glaube ich in diesem Video Wanted Darker Hineni was soviel heißt?

00:47:51: Wie hier stehe ich also I'm ready my lord mach jetzt mit mir was du willst und wahrscheinlich welcher stirbt.

00:47:58: aber er wirkt irgendwie im Reinen damit.

00:48:01: Also er sagt, da bin ich jetzt und du willst so weit sein?

00:48:05: Und dann ist es jetzt so.

00:48:07: Er war um ein blödes Wort zu gebrauchen, er war eigentlich cool beim Sterben also er hat das mit der Lässigkeit in einer Grandetta hinbekommen.

00:48:17: Er waren nicht weinerlich und er war nicht lamojant auf eine Art sondern er hatte es mit einer großen Würde.

00:48:27: Es gab ja noch diese letzte Pressekonferenz, die man sich angucken kann auf YouTube.

00:48:32: Wir haben da sitzen Sie neben seinem Sohn und das ist derselbe Scheik wie vor sechzig Jahren.

00:48:37: Ist noch voll da.

00:48:39: Und man glaubt nicht dass er zwei Wochen später dann gestorben ist?

00:48:42: Er wusste es wahrscheinlich aber ... Er hat einen würdevollen Abschied gehört!

00:49:17: Wir sind jetzt doch zu entwiesen gerade chronologisch vorgegangen.

00:50:17: Ich glaube, es sollte nachher zum Abschluss noch ... Wie findest du das?

00:50:21: Ich finde dieses Post-Humme-Album sehr gut!

00:50:24: Ja...

00:50:25: Man muss auch sagen, obwohl's dahinter den Kulissen wohl mächtig gekracht hat in den letzten Jahren, der den Hut aufhat in Sachen Nachlassverwaltung von Coen noch eingesetzte Managers oder die Kinder, das bisher mit dem Erbe sehr sorgfältig umgegangen wurde.

00:50:42: Es gab keine irgendwelche Veröffentlichungen bei denen man denkt jetzt wird es werden die Reste zusammen geglaubt sondern es gab nur dieses eine Album Thanks for the Dance auf dem Coen Gedichte liest und sein Sohn die Musik dazu geschrieben hat und dass ist wunderbar organisch und ein sehr sehr würdevoller Schritt noch drei Jahre nach dem Tod.

00:51:04: Sie haben sich auch Zeit gelassen, nicht gleich was rausgehauen und seitdem kam ja auch nichts mehr.

00:51:09: Ob das jetzt aufgrund der Rechtszeitigkeiten war oder nicht?

00:51:12: Aber es fügt sich eigentlich zu diesem Werk dass ein schmales Werk ist und es tut den anderen Platten keine Gewalt an oder straft sie lügen oder schielt auf die schnelle Mark sondern war noch ein würdiger Schlüsstein.

00:51:27: Ich finde sie auch sehr komprimitierend für Lydard Cohen.

00:51:29: wenn jetzt noch Versatzstücke Ja, das ist komisch.

00:51:33: Wenn ihr alles fertig macht und den Fan schläft noch ansetzt... Es gibt

00:51:36: ja auch keinerlei Wiederveröffentlichung von Platten.

00:51:39: Es gab die ersten drei, wo man wieder veröffentlicht mit zwei bis drei Bonuszwecks.

00:51:42: Es wurde dann gestoppt von Kohn selber.

00:51:44: aber es gibt keine Deluxe-Boxen oder Konzerte, die da noch rausgekrankt wurden und aufgelegt.

00:51:51: Das gibt's ja nicht.

00:51:52: Gut so!

00:51:54: Die ganzen Deluxe Boxen sind ja schon kratzschmeißig.

00:51:59: Sie könnten ja eine machen mit einem T-Shirt, Songs of Love and Hate.

00:52:02: Dann hört man's wieder!

00:52:05: Du hast so gut ausgeschöpft in diesem T-shirt...

00:52:09: Ich

00:52:10: zieh das jetzt raus.

00:52:13: Ja du was können wir zum Abschluss sagen?

00:52:14: Also eine Sache kann man sagen wenn man die Vorgabe hat hundert Seiten über Coen zu schreiben dann kann man es nicht besser machen als du es mal gemacht hast in deinem Buch.

00:52:25: Vielen Dank.

00:52:26: In diesem Sinne ist es direkt wenn wir zum Schluss noch einen Stück von der Prost-Hummenplatte

00:52:32: spielen.

00:52:33: Gerne!

00:52:34: Und welches?

00:52:35: Der Titelsong.

00:52:37: Thanks for the dance, hätte ich auch ausgesucht.

00:52:41: Thanks For The Talking.

00:52:42: Die liebe Grüße nach Stuttgart.

00:52:44: Ich danke euch.

00:52:45: Grüß nach Wien.

00:52:46: Danke,

00:52:47: danke, danke.

00:53:06: Inspire.

00:54:07: And there's nothing to do but this hole.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.